Ton in Ton?


Eine weitere, richtig wichtige Entscheidung, die mich schon lange beschäftigt hat, war nun auch endlich mal zu fällen: Wie halten wir es eigentlich mit dem Pflaster für die Außenanlagen? Naturstein ist einfach viel zu teuer, Betonpflaster muss außerdem auch nicht schlecht aussehen. Aber wenn man dann anfängt, nach Farben, Oberflächen und Formaten zu suchen, setzt die Verwirrung ziemlich schnell ein. Auf Fotos sieht zudem vieles schön aus, was später in Natura gar nicht mehr so gut daherkommt. Und - mir ein besonders wichtiges Anliegen - wie altert so ein Material? Im Laufe der letzten Monate bin ich mit zunehmend gesenktem Blick umhergelaufen und war auf diese Weise schlussendlich noch unsicherer. Nun, manches entscheidet sich dann ganz einfach über das Geld, denn der ausgeschriebene und vorab als ganz schön erkorene großformatige, längsgerichtete Pflasterbelag war jetzt einfach zu teuer. Zur Wahl standen nun eher kleinformatige Steine, in ocker oder grau. Also Ton in Ton mit der Fassade? Den Ockerton haben wir schlussendlich ausgeschlossen. Er dürfte nach einigen Jahren nicht mehr so richtig schön aussehen und dann auch nicht mehr mit unserem hochwertigen Klinker harmonieren, sondern eher wie ein billiger Abklatsch wirken. Nun also ein ganz einfaches grau, das aber - und manchmal muss man diese Schleifen eben drehen - immer noch ein bisschen dem entspricht, was bereits Wettbewerbsgedanke vor sieben Jahren war. Eine wichtige Idee war es, das Gebäude über einen großzügigen Vorplatz bis in den Straßenraum hinein einzubinden (siehe Wettbewerbszeichnung unten). Die Stadt Hannover hat uns leider ziemlich im Stich gelassen, so dass wir wohl nicht viel mehr als allenfalls einen neu gepflasterten Bürgersteig erwarten dürfen. Aber mit dem jetzt gewählten hellgrauen Pflaster bleiben wir dann eben in genau dieser Farbe und wechseln nur auf ein spezielleres Format, nämlich einen kleinen quadratischen Stein, der im Halbsteinversatz verlegt wird. Das kennt man von den Aufpflasterungen zum Beispiel in der neu gemachten Kurze-Kamp-Straße, wo das für meine Begriffe sehr anständig aussieht. Unprätentiös und aus Kostengründen alles längst nicht so großzügig wie im Wettbewerbsentwurf, aber meines Erachtens ein sehr schöner Untergrund für die hochwertigen Fassadenmaterialen unserer Kirche. Ganz unten der Plan, der jetzt zur Ausführung kommt.

L E T Z T E   B E I T R Ä G E
K A T E G O R I E N
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